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Lehrerseite
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Copyright N. Sommer-Stumpenhorst 2000-2010
letze Aktualisierung 17.08.2010
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Lesen ist immer ein hypothesengeleiteter Prozess, der auf Sinnentnahme ausgerichtet ist. Die Sinnerwartung steuert, wie viele Informationen
(Schriftzeichen) wir brauchen, um einen Text flüssig zu lesen. Die Lesegeschwindigkeit eines Menschen hängt davon ab, wie treffsicher seine Sinnerwartung ist. So ist es möglich, dass wir einen Text lesen
können, bei dem wir von jedem Wort nur die ersten beiden Buchstaben kennen.
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Lesen setzt voraus, dass
- Schriftzeichen als solche erkannt,
- ihnen Laute zugeordnet und
- eine Buchstabenfolge in eine analoge Lautfolge gebracht werden können.
Flüssiges Lesen entwickelt sich,
- indem Kinder ein Gespür für häufig vorkommende Buchstabenfolgen entwickeln. Diese werden dann nicht mehr als Buchstabenfolge gelesen (erlesen) sondern fest assoziiert
- Mit zunehmender Leseerfahrung brauchen die Kinder immer weniger Buchstabeninformationen, um ein Wort zu entschlüsseln. Auf diese Weise entwickelt sich eine Sinnerwartung für
das zu lesende Wort.
- Diese Kompetenz wird durch häufiges Lesen zunehmend erweitert und die Sinnerwartung auf Wortgruppen, Satzteile, Sätze und den gesamten Text ausgedehnt. Erst dann gelingt es,
auch unbekannte Texte direkt laut vorzutragen.
Für Kinder verläuft dieser Lernprozess in verschiedenen Schritten (oder Stufungen). Nicht alle Kinder durchlaufen diesen Lernprozess ohne
Schwierigkeiten. Es gibt einige kritische Stellen in diesem Lernprozess, an denen Kinder gehäuft scheitern. Diese Störstellen sind leicht zu erkennen und meist mit wenig Aufwand und wenigen Übungen zu
beheben.
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